Gegenwind
Ich habe mich heute nicht getraut meinen Bruder zu sagen, dass ich Veganer bin, bzw. sein möchte. Seine Freundin, überzeugte Fleischesserin, sagte nur mit fragendem, leicht missbilligendem Ton: "Was? Jetzt trinkst du auch keine Milch mehr?!" Ich hatte keine Lust eine Grundsatzdiskussion zu führen, darüber das Milch den Kälbern zusteht. Das kein Lebewesen auf der Welt die Milch eines anderen Tieres trinkt. Warum auch? Doch so etwas verstehen solche Menschen nicht. Für sie ist es normal, da man es schon seit jeher isst oder trinkt. Also warum das ändern, was man schon immer so gemacht hat, und einem die großen Firmen so vorsingen? Die sind doch immer so seriös, oder nicht?
Doch all diese Argumente ändert nichts daran, dass wir für sie nur komische Menschen sind die sich noch etwas komischeres in den Kopf gesetzt haben. Mein Bruder hat mich dann noch regelrecht ausgefragt. Was ich denn jetzt noch so esse. Dann hat er mir anschließend noch mitgeteilt dass er langsam schon Angst bekommt.
In solchen Momenten bekomme ich Angst. Ich sehe mich dann, wie einen krebskranken Menschen im Bett liegen, der "zerfressen" ist von Mangelerscheinungen. Doch zahlreiche Studien zeigen auf dass Veganer eine viel geringeres Risiko im Bezug auf Volkskrankheiten haben und generell sehr gesund und bewusst leben. Nur ohne jemanden der einem das auch mal Face to Face sagt, haben Panikschübe manchmal ein leichtes Spiel.