Die Dimensionen unserer Fleischproduktion übersteigt jegliche Vorstellungskraft: 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und 3 Millionen Rinder werden allein in Deutschland jährlich geschlachtet. Wenn man anderes Vieh wie Ziegen, Schafe und Gänse hinzu zählt, sind es rund 750.000.000 Tiere im Jahr, die getötet werden. Unermessliches Tierleid in Megaställen und Schlachtbetrieben wird dafür in Kauf genommen. Massentierhaltung funktioniert nur bei ständiger Behandlung der Tiere mit Antibiotika – damit trotz der schlimmen Bedingungen, unter denen die Tiere leben, keine Epidemien ausbrechen. Die aus dem Verzehr des Fleisches resultierenden Antibiotika-Resistenzen bedrohen wiederum die Gesundheit von uns Menschen.
Gegen diese Zustände regt sich seit einigen Jahren Widerstand, der von Jahr zu Jahr kraftvoller wird. Am 18. Januar 2014 werden wieder Zehntausende aus dem ganzen Land in Bussen, Zügen, Fahrgemeinschaften und Treckern nach Berlin strömen – zur großen #WirHabenEsSatt Demonstration.
Dieses Jahr ist es noch wichtiger, dass sich keine einzige Person vom notwendigen Protest abhalten lässt: Ein geplantes Abkommen, das Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA, droht europäische Schutzvorschriften gegen Hormone, Chlorhühnchen und Co. auszuhebeln. TTIP bietet Konzernen beispielsweise die Möglichkeit, EU-Verbote von genetisch veränderten Nahrungsmitteln zu unterlaufen. Ein Horror-Szenario für uns Verbraucher*innen, ein Traum für Monsanto und andere multinationale Konzerne.
isabella diamond am 01. Juni 14
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