Dienstag, 3. Juni 2014
Trügerische Illusion von „Freiland“- und „Bio“
Gibt es wirklich so etwas wie „artgerecht produziertes Fleisch“? Laut der 1. Vorsitzenden Ingrid E. Newkirk von PETA lässt sich diese Frage nur mit einem kategorischen „Nein“ beantworten. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel erläutert sie ihren Standpunkt: „Wenn Hühner sprechen könnten, glauben Sie allen Ernstes, sie würden sagen: ‚Kein Problem, ihr könnt uns gerne für eure Sandwiches und Salate schlachten. Gebt uns einfach nur ein wenig mehr Platz in der Intensivtierhaltung‘? Wohl kaum. Und vergessen Sie nicht: Hühner können sprechen! Es ist nicht ihre Schuld, dass wir nicht verstehen, was sie sagen, sondern unsere.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hühner über mindestens 30 verschiedene Laute kommunizieren und Hennen bereits mit ihrem Küken sprechen, wenn es noch im Ei ist. Angenommen, wir könnten die Sprache der Hühner verstehen: Würden wir dann denken, dass diese Tiere von der Vorstellung begeistert sind, als ‚artgerecht produziertes Fleisch‘ zu enden? Also darüber, dass ihnen ein paar Zentimeter mehr Platz zugestanden werden als in konventionellen Haltungsformen? Und darüber, dass sie schließlich, eingepfercht in Käfige, ihre letzte Reise zum Schlachthof antreten müssen, wo sie kopfüber an den Füßen aufgehängt werden, ihnen am Schlachtband die Kehle aufgeschlitzt wird oder sie bei lebendigem Leib ins Brühbad geworfen werden?

Aus dem einfachen Grund, dass Fleisch prinzipiell niemals artgerecht produziert werden kann. Schweine aus ‚artgerechter‘ Haltung werden vielleicht nicht mehr in engen Kastenständen gehalten, doch sie werden weiterhin ohne Gabe von Betäubungsmitteln kastriert. Auch ihnen werden die Schwänze abgeschnitten und die Ohren durchstochen. Ebenso werden Hühner, die nicht in Legebatterien gehalten werden, zu Zehntausenden in verdreckten Hallen zusammengepfercht und müssen die Prozedur des Schnabelkürzens erleiden, was nicht als artgerecht bezeichnet werden kann.“



Gefahren für die Umwelt durch TTIP
Auch für den Klima- und Umweltschutz kann das TTIP entscheidende Änderungen bedeuten, denn Atomausstieg und Fracking-Verbot stehen den Profiten großer US-Konzerne im Weg.
So zum Beispiel durch die Einführung eines privaten Schiedsgerichtsverfahrens für Investitionsstreitigkeiten zwischen den USA und der EU. Dieses Investor-Staat-Streitschlichtungssystem ermöglicht einem Konzern, einen Staat auch vor einem privaten Schiedsgericht anzuklagen, wenn das Unternehmen seine Investition durch einen staatlichen Eingriff beeinträchtigt sieht.
So versucht der Konzern Vattenfall bereits heute, in einem privaten Schiedsgerichtsverfahren Deutschland wegen des Atomausstiegs zu verklagen. Parallel dazu klagt er zusammen mit E.on und RWE vor dem Bundesverfassungsgericht. Als ausländisches Unternehmen kann Vattenfall anders als seine deutschen Konkurrenten das private Schiedsgerichtsverfahren nutzen. Würde das schwedische Unternehmen Recht bekommen, so müssten die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland mehr als vier Milliarden Euro berappen – so viel fordert nämlich Vattenfall als Schadenersatz ein. Anderen Ländern in Europa würde ein Ausstieg aus der Atomenergie wesentlich schwerer fallen, wenn auch bei ihnen ausländische Konzerne mit einem privaten Schiedsgerichtsverfahren drohen können.

Stoppt TTIP


https://www.campact.de/ttip/appell/teilnehmen/?utm_term=inside-flow&utm_medium=recommendation&utm_campaign=%2Fttip%2Fappell&utm_source=rec-fb&utm_content=random-a



TTIP und seine Folgen
US-Produzenten und Händler fordern im Rahmen der TTIP-Verhandlungen, die Rückstandshöchstgrenze von Pestiziden anzugleichen, da sie eine Handelsbarriere darstellen. So könnte zum Beispiel durch TTIP die Umsetzung der EU-Verordnung vom 2. März 2014 zum Rückstandsgehalt des Pestizids Diphenylamin (DPA) wieder abgeschwächt werden.
DPA reduziert die Entstehung von Schalenbräune bei Äpfeln und Birnen. Aufgrund eines möglichen Risikos für die Gesundheit ist der Gebrauch von DPA in Europa verboten. So kann das Pestizid z.B. bei chronischer Belastung Blut und Nieren schädigen. Außerdem können sich während der Lagerung und Verarbeitung der Äpfel krebserregende Metaboliten bilden. In den USA sind hundertmal höhere DPA-Rückstande erlaubt als in der EU.
Der Verkauf sogenannter „Chlorhühner“ ist in der EU bisher verboten. In den USA hingegen ist es erlaubt, Hühnerfleisch auf den Markt zu bringen, das zuvor in einem Chlorlauge-Bad desinfiziert wurde, um Salmonellen abzutöten.



Die USA argumentieren, dass es keine wissenschaftlichen Grundlagen gibt, die eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen beim Verzehr nachweisen. Dabei geht es vor allem um die industriellere Haltung der Hühner, welche durch die Praxis des Chlor-Bads ermöglicht wird. Je dichter und schmutziger die Tiere gehalten werden, desto mehr verbreiten sich Keime und Krankheiten. Das Chlor-Bad tötet diese Keime ab und ermöglicht so den Verkauf der eingepferchten Hühner.
Grundsätzlich haben die USA und Europa zwei vollkommen unterschiedliche Vorgehensweisen im Umgang mit den Risiken von chemischen Stoffen. In den USA herrscht das Risikoprinzip, bei dem ein Stoff erst verboten wird, wenn die Risiken eindeutig bewiesen sind. In Europa hingegen muss ein Produkt, bevor es zum Konsumenten gelangen kann überprüft werden, es gilt also das Vorsorgeprinzip.

Stoppt TTIP


https://www.campact.de/ttip/appell/teilnehmen/?utm_term=inside-flow&utm_medium=recommendation&utm_campaign=%2Fttip%2Fappell&utm_source=rec-fb&utm_content=random-a



Das Leiden der Wale
Jahr für Jahr findet auf den dänischen Färöer Inseln ein blutiges Massaker statt, das als „Tradition“ mit Volksfestcharakter gerechtfertigt wird: In den Sommermonaten werden etwa tausend Grindwale und Schnabelwale sowie Delfine bestialisch abgeschlachtet. Mit Motorbooten werden sie in die Buchten getrieben. Dann rammen die Fischer den Walen Metallhaken in die Blaslöcher und schneiden ihnen mit sogenannten Grindmessern das Rückgrat und die Halsschlagader durch. Viele Tiere verbluten langsam. Manche Wale schwimmen stundenlang im Blut ihrer Familienangehörigen und versuchen, diese zu retten – panisch vor Angst, denn sie ahnen, was auch mit ihnen passieren wird. Walmütter erleben bei vollem Bewusstsein, wie man ihnen ihr Baby aus dem Bauch schneidet.