Trügerische Illusion von „Freiland“- und „Bio“
Gibt es wirklich so etwas wie „artgerecht produziertes Fleisch“? Laut der 1. Vorsitzenden Ingrid E. Newkirk von PETA lässt sich diese Frage nur mit einem kategorischen „Nein“ beantworten. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel erläutert sie ihren Standpunkt: „Wenn Hühner sprechen könnten, glauben Sie allen Ernstes, sie würden sagen: ‚Kein Problem, ihr könnt uns gerne für eure Sandwiches und Salate schlachten. Gebt uns einfach nur ein wenig mehr Platz in der Intensivtierhaltung‘? Wohl kaum. Und vergessen Sie nicht: Hühner können sprechen! Es ist nicht ihre Schuld, dass wir nicht verstehen, was sie sagen, sondern unsere.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hühner über mindestens 30 verschiedene Laute kommunizieren und Hennen bereits mit ihrem Küken sprechen, wenn es noch im Ei ist. Angenommen, wir könnten die Sprache der Hühner verstehen: Würden wir dann denken, dass diese Tiere von der Vorstellung begeistert sind, als ‚artgerecht produziertes Fleisch‘ zu enden? Also darüber, dass ihnen ein paar Zentimeter mehr Platz zugestanden werden als in konventionellen Haltungsformen? Und darüber, dass sie schließlich, eingepfercht in Käfige, ihre letzte Reise zum Schlachthof antreten müssen, wo sie kopfüber an den Füßen aufgehängt werden, ihnen am Schlachtband die Kehle aufgeschlitzt wird oder sie bei lebendigem Leib ins Brühbad geworfen werden?

Aus dem einfachen Grund, dass Fleisch prinzipiell niemals artgerecht produziert werden kann. Schweine aus ‚artgerechter‘ Haltung werden vielleicht nicht mehr in engen Kastenständen gehalten, doch sie werden weiterhin ohne Gabe von Betäubungsmitteln kastriert. Auch ihnen werden die Schwänze abgeschnitten und die Ohren durchstochen. Ebenso werden Hühner, die nicht in Legebatterien gehalten werden, zu Zehntausenden in verdreckten Hallen zusammengepfercht und müssen die Prozedur des Schnabelkürzens erleiden, was nicht als artgerecht bezeichnet werden kann.“