Dienstag, 3. Juni 2014
Intelligenz der Meeressäuger


Es wird immer häufiger darüber berichtet, dass Meeresbewohner gezielt die Hilfe von Menschen suchen, wenn sie in Not sind. Beeindruckend, wie selbstverständlich die Tiere dabei vorgehen.
Menschen, die mit Haustieren leben, kennen das längst: Hund, Katze oder Pferd verletzen sich, erkranken oder geraten in Bedrängnis und… rufen um Hilfe bzw. suchen gezielt die Nähe des Menschen, damit der ihnen helfen kann.

Ein Vorgang, der eigentlich kaum noch erstaunen dürfte, schließlich lebt der Mensch mit seinen Haustieren seit Jahrtausenden in einer Art Symbiose, zumindest aber Zweckgemeinschaft, bei der gegenseitige Hilfe im Interesse beider liegen sollte.

Doch Meersbewohner, die sich „vertrauensvoll“ an Menschen wenden, wenn sie in Not sind? Tiere, die in einem Lebensraum unterwegs sind, den die Menschheit zwar tatkräftig verdreckt, beschallt, ausbeutet und zu Großteilen auch zerstört – der dem Menschen aber per se immer „fremd“ bleiben wird, weil er ohne Hilfsmittel darin nicht überleben kann? Meeresbewohner, die den Menschen, wenn überhaupt, nur als Schlächter kennengelernt haben können?

“Helft ihr mir bitte?”

Nach dem erstaunlichen Film vom Delphin, der vor Hawaii Taucher deutlich und unmissverständlich darum bat, ihn von einem Angelhaken zu befreien (SR-berichtete),



machen derzeit weitere Videos in der Facebook-Gemeinde die Runde, die in den Tiefen des Internets gefunden wurden und deutlich machen, dass die Tiere mit einem ziemlich wachen Bewusstsein unterwegs sein müssen.

So zeigt im obigen Film eine US-amerikanische Familie, unterwegs auf einem Motorboot in der Cortez-See (Baja California), wie sie einen Buckelwal aus seiner misslichen Situation befreite. Der Meeressäuger schleppte kiloschwere Fischernetze mit sich herum, die sich an der Schwanzflosse verheddert hatte. Das Video macht gerade auf Facebook die Runde.

Das Tier wirkte zunächst leblos, die Familie dachte schon, dass der Wal verendet sei. Doch tatsächlich blieb der Wal offenbar so ruhig an der Wasseroberfläche, um die Menschen auf seine Situation aufmerksam zu machen. Denn vom Boot aus konnte man die Netze nur undeutlich erkennen.

Nachdem der Familienvater schließlich den Wal in langwieriger Kleinarbeit von dem Fischereimüll befreit hatte – „wir schauten uns in die Augen!“ – hievte sich das Tier eine Stunde lang in der Nähe des Motorbootes mit spektakulären Sprüngen aus dem Wasser. War es die Freude über die neue Freiheit, oder wirklich auch eine Art Dankesbekundung?


Und zum Schluss noch der Beluga der versuchte wie ein Mensch zu sprechen und die Forscher bis heute fasziniert:




Dürfen wir Tiere essen?


Ein äußerst spannende Reise ins Reich der Philosophie. Richard David Precht spricht mit Robert Spaemann über die Rechte der Tiere und die Moral des Tötens.
Ich selber musste schon in den Anfängen über den Versuch Spaemanns lachen sich aus der Misere zu ziehen. Er sagt es sei das moralisch besser keine Tiere zu essen, also Vegetarier zu sein, aber ein Verbot zum töten der Tiere könne er eigentlich nicht begründen. Während des ganzen Berichts drängt sich mir das Gefühl auf das Herr Spaemann sich selbst widerspricht. Er zählt meiner Meinung nach ebenso zu den blinden Fleischessern wie die meisten anderen und das obwohl er Philosoph ist und sich mit dem Thema ja anscheinend beschäftigt hat. Er versucht etwas zu rechtfertigen was man nicht rechtfertigen kann. Zumindest nicht auf der Ethischen Ebene. Er gibt dem einen Leben mehr Wert als dem anderen und rechtfertigt das töten von Tieren damit das sie angeblich keine Biografie hätten und nur im Augenblick leben und es deswegen egal sei wie lange sie leben. An der Stelle muss ich an ein Milchkalb denken das kurz nach der Geburt von seiner Mutter weggerissen wird und alleine ein paar Monate wachsen darf und gemästet wird bevor es als Tierkind zum Schlachter kommt. Da frage ich mich unwillkürlich ob es dem kleinen Kalb, das ja angeblich keine Biografie hat auch wirklich so egal ist wie Spaemann es darstellt. Es wird sich mit Sicherheit an das Gefühl des Alleinseins erinnern und an die Angst. Es schwelgt vielleicht nicht in Erinnerung wie es wir Menschen können aber die Gefühle verändern jedes Lebewesen und machen es entweder zu etwas sehr scheuen oder aufgeweckten oder auch neugierigem. Für mich ist das eine Biografie.
Aber selbst wenn das stimmt was Robert Spaemann sagt, macht es dass besser das wir Tiere für unseren Gaumenkitzel töten? Ich denke nicht, ich denke dass das gut ausformulierte Versuche sind etwas zu rechtfertigen, etwas gut zu heißen worauf man nicht verzichten will. Aber nochmal zurück zur Biografie. Ich weiß nicht ob die Gorilla Dame Koko ein Begriff ist, denn sie ist für mich der Beweis das "Tiere" sehr wohl Verantwortung für andere Lebewesen übernehmen können. Sie beherrscht sogar die Zeichensprache was es ihr möglich macht mit einem Menschen auf einer Ebene zu kommunizieren!

Koko's Kätzchen:
https://www.youtube.com/watch?v=fffuQ6VIOyA

Ein Gespräch mit Koko:
https://www.youtube.com/watch?v=SNuZ4OE6vCk






(Hier noch ein Bild einer ebenso ungewöhnlichen Freundschaft. Mir ist schon klar dass das hier nicht die Regel ist, aber die Tatsache dass sowas existiert wiederlegt das was her Robert Spaemann über Verantwortung zu anderen Lebewesen sagt.)

Später kommt Spaemann ja auch darauf dass man Menschenaffen nicht töten sollen dürfte. Diese Lebewesen gehöre also zum erweiterten Moralischen Bereich so Precht und sollten deswegen nicht getötet werden. Man weicht die Grenze also schon auf und man merkt auch wie schwer es ist eine eindeutige Grenze zu ziehen. Ich denke dass man keine eindeutige Grenze ziehen kann weil es keine eindeutige gibt. Jeremy Bentham sagte mal: "Es geht nicht darum ob sie denken oder sprechen können. Es geht einzig und allein darum ob sie leiden können."
Und ja, das können sie. Diese sehr feinfühligen Lebewesen merken schon Stunden, teilweise auch Tage, bevor der Schlachttransporter kommt das etwas nicht stimmt. Sie haben Angst und Stress, auch wenn man diesen minimieren kann, so kann man ihn doch nie wirklich entfernen. Ich finde nicht das es ethisch richtig ist das eine Leben über das andere zu stellen wenn man auch einen sehr viel friedlicheren Weg gehen kann. Sicherlich stellen wir uns häufig über andere und finden uns selber besser, manchmal mag das auch stimmen aber dennoch ist es immer noch ein Unterschied ob man dies bei Menschen macht oder ob man ein unschuldiges Tier zum Tode verurteilt weil es einem gut schmeckt. Ich finde auch nicht das ein Tier dieselben Rechte wie ein Mensch haben sollte wie z.B. Vererbungsrecht, warum auch? Aber ich finde das ein Tier das Recht auf Leben hat, Tiere sind meiner Meinung nach die geborene Unschuld, sie leben nur nach Instinkt und Gefühlen sie töten nicht ohne Grund sie vernichten nicht den Lebensraum in dem sie leben und verschmutzen auch nicht die Umwelt. Die "liebe" eines Tieres ist absolut rein, entweder mag es dich oder nicht. Es gibt keine Verlogenheit im Tierreich und deswegen verdienen sie einen besseren Umgang.



Dienstag, 3. Juni 2014
Trügerische Illusion von „Freiland“- und „Bio“
Gibt es wirklich so etwas wie „artgerecht produziertes Fleisch“? Laut der 1. Vorsitzenden Ingrid E. Newkirk von PETA lässt sich diese Frage nur mit einem kategorischen „Nein“ beantworten. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel erläutert sie ihren Standpunkt: „Wenn Hühner sprechen könnten, glauben Sie allen Ernstes, sie würden sagen: ‚Kein Problem, ihr könnt uns gerne für eure Sandwiches und Salate schlachten. Gebt uns einfach nur ein wenig mehr Platz in der Intensivtierhaltung‘? Wohl kaum. Und vergessen Sie nicht: Hühner können sprechen! Es ist nicht ihre Schuld, dass wir nicht verstehen, was sie sagen, sondern unsere.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hühner über mindestens 30 verschiedene Laute kommunizieren und Hennen bereits mit ihrem Küken sprechen, wenn es noch im Ei ist. Angenommen, wir könnten die Sprache der Hühner verstehen: Würden wir dann denken, dass diese Tiere von der Vorstellung begeistert sind, als ‚artgerecht produziertes Fleisch‘ zu enden? Also darüber, dass ihnen ein paar Zentimeter mehr Platz zugestanden werden als in konventionellen Haltungsformen? Und darüber, dass sie schließlich, eingepfercht in Käfige, ihre letzte Reise zum Schlachthof antreten müssen, wo sie kopfüber an den Füßen aufgehängt werden, ihnen am Schlachtband die Kehle aufgeschlitzt wird oder sie bei lebendigem Leib ins Brühbad geworfen werden?

Aus dem einfachen Grund, dass Fleisch prinzipiell niemals artgerecht produziert werden kann. Schweine aus ‚artgerechter‘ Haltung werden vielleicht nicht mehr in engen Kastenständen gehalten, doch sie werden weiterhin ohne Gabe von Betäubungsmitteln kastriert. Auch ihnen werden die Schwänze abgeschnitten und die Ohren durchstochen. Ebenso werden Hühner, die nicht in Legebatterien gehalten werden, zu Zehntausenden in verdreckten Hallen zusammengepfercht und müssen die Prozedur des Schnabelkürzens erleiden, was nicht als artgerecht bezeichnet werden kann.“



Gefahren für die Umwelt durch TTIP
Auch für den Klima- und Umweltschutz kann das TTIP entscheidende Änderungen bedeuten, denn Atomausstieg und Fracking-Verbot stehen den Profiten großer US-Konzerne im Weg.
So zum Beispiel durch die Einführung eines privaten Schiedsgerichtsverfahrens für Investitionsstreitigkeiten zwischen den USA und der EU. Dieses Investor-Staat-Streitschlichtungssystem ermöglicht einem Konzern, einen Staat auch vor einem privaten Schiedsgericht anzuklagen, wenn das Unternehmen seine Investition durch einen staatlichen Eingriff beeinträchtigt sieht.
So versucht der Konzern Vattenfall bereits heute, in einem privaten Schiedsgerichtsverfahren Deutschland wegen des Atomausstiegs zu verklagen. Parallel dazu klagt er zusammen mit E.on und RWE vor dem Bundesverfassungsgericht. Als ausländisches Unternehmen kann Vattenfall anders als seine deutschen Konkurrenten das private Schiedsgerichtsverfahren nutzen. Würde das schwedische Unternehmen Recht bekommen, so müssten die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland mehr als vier Milliarden Euro berappen – so viel fordert nämlich Vattenfall als Schadenersatz ein. Anderen Ländern in Europa würde ein Ausstieg aus der Atomenergie wesentlich schwerer fallen, wenn auch bei ihnen ausländische Konzerne mit einem privaten Schiedsgerichtsverfahren drohen können.

Stoppt TTIP


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TTIP und seine Folgen
US-Produzenten und Händler fordern im Rahmen der TTIP-Verhandlungen, die Rückstandshöchstgrenze von Pestiziden anzugleichen, da sie eine Handelsbarriere darstellen. So könnte zum Beispiel durch TTIP die Umsetzung der EU-Verordnung vom 2. März 2014 zum Rückstandsgehalt des Pestizids Diphenylamin (DPA) wieder abgeschwächt werden.
DPA reduziert die Entstehung von Schalenbräune bei Äpfeln und Birnen. Aufgrund eines möglichen Risikos für die Gesundheit ist der Gebrauch von DPA in Europa verboten. So kann das Pestizid z.B. bei chronischer Belastung Blut und Nieren schädigen. Außerdem können sich während der Lagerung und Verarbeitung der Äpfel krebserregende Metaboliten bilden. In den USA sind hundertmal höhere DPA-Rückstande erlaubt als in der EU.
Der Verkauf sogenannter „Chlorhühner“ ist in der EU bisher verboten. In den USA hingegen ist es erlaubt, Hühnerfleisch auf den Markt zu bringen, das zuvor in einem Chlorlauge-Bad desinfiziert wurde, um Salmonellen abzutöten.



Die USA argumentieren, dass es keine wissenschaftlichen Grundlagen gibt, die eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen beim Verzehr nachweisen. Dabei geht es vor allem um die industriellere Haltung der Hühner, welche durch die Praxis des Chlor-Bads ermöglicht wird. Je dichter und schmutziger die Tiere gehalten werden, desto mehr verbreiten sich Keime und Krankheiten. Das Chlor-Bad tötet diese Keime ab und ermöglicht so den Verkauf der eingepferchten Hühner.
Grundsätzlich haben die USA und Europa zwei vollkommen unterschiedliche Vorgehensweisen im Umgang mit den Risiken von chemischen Stoffen. In den USA herrscht das Risikoprinzip, bei dem ein Stoff erst verboten wird, wenn die Risiken eindeutig bewiesen sind. In Europa hingegen muss ein Produkt, bevor es zum Konsumenten gelangen kann überprüft werden, es gilt also das Vorsorgeprinzip.

Stoppt TTIP


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Das Leiden der Wale
Jahr für Jahr findet auf den dänischen Färöer Inseln ein blutiges Massaker statt, das als „Tradition“ mit Volksfestcharakter gerechtfertigt wird: In den Sommermonaten werden etwa tausend Grindwale und Schnabelwale sowie Delfine bestialisch abgeschlachtet. Mit Motorbooten werden sie in die Buchten getrieben. Dann rammen die Fischer den Walen Metallhaken in die Blaslöcher und schneiden ihnen mit sogenannten Grindmessern das Rückgrat und die Halsschlagader durch. Viele Tiere verbluten langsam. Manche Wale schwimmen stundenlang im Blut ihrer Familienangehörigen und versuchen, diese zu retten – panisch vor Angst, denn sie ahnen, was auch mit ihnen passieren wird. Walmütter erleben bei vollem Bewusstsein, wie man ihnen ihr Baby aus dem Bauch schneidet.




Sonntag, 1. Juni 2014
Meine Antwort...
...auf diesen Artikel (Vegetarier sind Merkwürdig): http://cherubias.blogger.de/stories/2129429/#2407522


Die gute alte Unwissenheit

Warum Vegetarier wie ich Fleischersatz kaufen? Ich kann hier nur für mich sprechen und ich kaufen Veggie Nuggets oder Veggie Steak weil ich genau wie alle anderen gerne 3 Dinge auf dem Teller habe. Z.B. Kartoffelbrei, Gemüse und eine Veggie "Steak". Ihr wollt ja auch nicht nur Fleisch und 3 Salatblätter auf dem Teller haben oder? Ich kaufe das nicht weil ich Fleischgeschmack möchte sondern weil ich genau so viel wie alle anderen auf dem Teller haben möchte und obendrein weil es mir schmeckt. Ich finde es falsch von Leuten wie Ihnen die Menschen anzugreifen die gerne Fleisch essen aber die Zusammenhänge zu Welthunger, Klimaerwärmung/Verschmutzung, Regenwaldrodung und Tierleid erkannt haben und deswegen kein Fleisch mehr essen. Denen schmeckt es vielleicht aber sie haben genug Wissen und Opferbereitschaft es trotzdem nicht zu essen weil sie über ihren Tellerrand hinausblicken! Wissen sie dass die Klimaerwärmung sofort "vorbei" bzw. wieder im normalen Bereich wäre wenn jeder Mensch auf der Welt Vegetarier wäre? Der komplette Autoverkehr und Luftraumverkehr zusammen stoßen nicht so viel CO2 aus wie alle Rinder auf der Welt! Der Fleischkonsum hat schwerwiegende Folgen für die ganze Welt und allem was darauf lebt. Außerdem schön dass Sie Fleischplagiate dulden...*hust*...wie überhaus gnädig von Ihnen! Wir Vegetarier und Veganer dulden eure Intoleranz eure Unwissenheit eure Unbelehrbarkeit eure Ignoranz eure dämlichen Fragen und Witze (Du isst meine Essen das Essen weg...NEIN WIR ESSEN KEIN TIERMEHL!) wir dulden die Leichenteile die ihr Kiloweise in euch reinstopft die in jedem Supermarkt zuhauf zu finden sind! Sie sollten sich mal fragen warum so viele Pathologen Vegetarier sind dann erkennen Sie unser Problem vielleicht!




Ich hab’s satt
Die Dimensionen unserer Fleischproduktion übersteigt jegliche Vorstellungskraft: 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und 3 Millionen Rinder werden allein in Deutschland jährlich geschlachtet. Wenn man anderes Vieh wie Ziegen, Schafe und Gänse hinzu zählt, sind es rund 750.000.000 Tiere im Jahr, die getötet werden. Unermessliches Tierleid in Megaställen und Schlachtbetrieben wird dafür in Kauf genommen. Massentierhaltung funktioniert nur bei ständiger Behandlung der Tiere mit Antibiotika – damit trotz der schlimmen Bedingungen, unter denen die Tiere leben, keine Epidemien ausbrechen. Die aus dem Verzehr des Fleisches resultierenden Antibiotika-Resistenzen bedrohen wiederum die Gesundheit von uns Menschen.



Gegen diese Zustände regt sich seit einigen Jahren Widerstand, der von Jahr zu Jahr kraftvoller wird. Am 18. Januar 2014 werden wieder Zehntausende aus dem ganzen Land in Bussen, Zügen, Fahrgemeinschaften und Treckern nach Berlin strömen – zur großen #WirHabenEsSatt Demonstration.
Dieses Jahr ist es noch wichtiger, dass sich keine einzige Person vom notwendigen Protest abhalten lässt: Ein geplantes Abkommen, das Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA, droht europäische Schutzvorschriften gegen Hormone, Chlorhühnchen und Co. auszuhebeln. TTIP bietet Konzernen beispielsweise die Möglichkeit, EU-Verbote von genetisch veränderten Nahrungsmitteln zu unterlaufen. Ein Horror-Szenario für uns Verbraucher*innen, ein Traum für Monsanto und andere multinationale Konzerne.



Toleranz
Immer wieder komme ich mit diesem Thema in Berührung. Mein Vater ist ein Fleischesser. Ein sehr militanter der kein einziges Gericht das ich koche ohne Fleisch essen kann. Es fällt mir schwer zu sehen wie er sich sein Fleisch brät wären ich und mein ebenfalls vegetarisch lebender Bruder (der zum großen Teil auch meinetwegen zum Vegetarier wurde worauf ich ein kleines bisschen Stolz bin) eine leckeres Chili Sin Carne, die vegane Version von Chili con Carne, zubereitet haben das man ohne weiteres einfach nur mit Brot essen kann und normaler weise auch tut. Aber nicht so mein Vater. Mein Bruder hat kein Problem mit Fleisch und dementsprechend auch nicht mit dessen Zubereitung. Aber ich schon.
Am Anfang hatte ich auch keins, aber je länger ich mich mit diesen wunderbaren Lebewesen die die Natur hervorgebracht hat beschäftigte desto schwieriger wurde es den anderen Menschen beim braten oder grillen ihrer sterblichen Überreste zuzusehen. Die "Alles-Esser" können nicht im Mindesten verstehen warum ich mich so aufführe warum es für mich so hart ist nur unter Menschen zu sein denen das Leben der Tiere anscheinend nichts bedeutet. Auf der anderen Seite weiß ich warum die Fleischesser dies nicht tun. Sie können nicht, denn wenn sie auch nur einen Funken zulassen werden sie merken dass es nicht richtig ist. Tief in sich drin wissen alle intelligenten Menschen das man es ethisch nicht rechtfertigen kann.



In der Zeitschrift "Spiegel" vom 21/2014 findet sich ein Artikel über Fleischkonsum und die Tatsachen das Menschen ihre Tierliebe an und ausknipsen können wie eine Lampe. Zitat: "Die bloße Einschätzung eines Tieres als Nahrungsquelle führt offenbar dazu, dass seine moralischen Rechte ausgeblendet werden." So Steve Loughnan von der School of Psychological Sciences der australischen Universität Melbourne. Menschen mögen Tiere und wollen sie in der Regel auch schützen, es seiden die Tiere werden als sozusagene "Nutztiere" bezeichnet und haben somit keinen anderen Sinn als so lange zu leben bis der Mensch sie für "schlachtreif" befindet und zum töten in die Schlachthäuser transportieren lässt wo sie dann mit Bolzenschuss oder Elektrozange betäubt werden damit man ihnen anschließend die Kehle durchschneiden kann.



Das an sich ist schon eine mehr als traurige Tatsache. Die Doppelmoral der Menschen war seltener so unsichtbar und doch so deutlich in unsere Mitte wie durch den Fleischkonsum. Nach all diesen Fakten, kann man da noch verlangen dass ich diesen an sich eigentlich so offenen Missstand in der Mitte unsere Gesellschaft nicht anprangern soll? Das ich mich ja zurückhalten soll und gute Miene zum bösen Spiel mache während mein Tischnachbar sich sein Kalbsschnitzel reinschlingt? Ich sehe die Augen des kleinen Kälbchens wie es in der Gitterbox steht und den Bolzenschussapparat an die Stirn gesetzt bekommt. Ich sehe die Augen des Tierkindes das voller Panik nach oben sieht. Ich sehe wie das kleine Lebewesen früh von seiner Mutter weggerissen wurde damit wir die Milch nutzen können die eigentlich für das Kalb vorgesehen war.



Das ist es was ich sehe wenn ich ein "echtes" paniertes Schnitzel sehe.
Das Lieblings-Argument der Fleischesser ist das es mich doch nichts angeht was sie essen, dass ich mich raushalten und nicht nerven soll. Wisst ihr, wenn wir über Automarken oder Türklinken oder den Perfekten Partner sprechen würden würde ich dieses Argument verstehen und auch gelten lassen und nicht weiter "nerven", aber wir reden nicht über Lebenspartner, Türklinken oder Automarken! Wir reden über fühlende, lebende und intelligent Lebewesen!



Das ist ein mehr als gewaltiger Unterschied! Und diese "Nutztiere" auch Schwein, Rind, Kuh, Schaf oder Ziege genannt haben keine Stimme, keine Möglichkeit ihrem Schicksal zu entgehen. Menschen die das ignorieren und gleichzeitig Vegetariern oder Veganern ständig Vorurteile, dämliche Sprüche oder andere "Weisheiten" entgegen bringen verdienen es doch eigentlich das man sie nervt oder etwa nicht? Jährlich werden alleine nur in Deutschland 50 Mio Tiere geschlachtet! Nur in Deutschland! Aber nicht nur das Leid der Tiere wird verdrängt auch der Welthunger, die Klimaerwärmung und ebenso die Gesundheitlichen Aspekte für den Menschen die ob man's glaubt oder nicht mit dem Fleischkonsum zusammenhängen http://www.erkenne-den-zusammenhang.de/. Kann man jetzt verstehen warum ich es nicht ertrage zu sehen wie mein Vater Fleisch brät?